Save the Date: Abschlussveranstaltung der Reihe „Rassismus im Fokus“

Wir laden Sie herzlich zum Abschluss unserer Veranstaltungsreihe „Rassismus im Fokus“ am 10. Juni 2025 in Mainz ein. Wir freuen uns sehr, an diesem Abend mit Tupoka Ogette eine der bundesweit renommiertesten Antirassismusarbeiter*innen begrüßen zu dürfen. Sie ist Bestsellerautorin, Podcasterin sowie langjährige und gefragte Trainerin und Beraterin in rassismuskritischen Fragen.

In ihrem Gespräch mit der Staatsministerin und stellvertretenden Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz, Katharina Binz, wird es darum gehen, was Politik und Gesellschaft im Hinblick auf die Überwindung von Rassismus bereits erreicht haben, welchen Herausforderungen sie noch gegenüberstehen und was deshalb zu tun bleibt.

Wir bitten Sie sich den folgenden Termin vorzumerken:

Abschlussveranstaltung der Reihe „Rassismus im Fokus“

am Dienstag, den 10. Juni 2025, von 18.00 bis 20:00 Uhr in Mainz

(Peter-Cornelius-Konservatorium, Binger Straße 18, 55122 Mainz)

Veranstalter*innen:

Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration

Beauftragter der Landesregierung für Migration und Integration

Initiativausschuss für Migrationspolitik in Rheinland-Pfalz

Arbeitsgemeinschaft der Beiräte für Migration und Integration in Rheinland-Pfalz (AGARP)

Kooperationspartner*innen:

Landeshauptstadt Mainz

Beirat für Migration und Integration der Landeshauptstadt Mainz

Neujahrsempfang der Arbeitsgemeinschaft der Beiräte für Migration und Integration

Am 1. Februar 2025 veranstaltete die Arbeitsgemeinschaft der Beiräte für Migration und Integration einen festlichen Neujahrsempfang im Haus der Kulturen. Landesvorsitzender Kemal Gülcehre konnte rund 120 Gäste begrüßen, darunter als besonderen Gast Ministerpräsident Alexander Schweitzer. Auch der Beauftragte des Landes für Migration und Integration, Miguel Vicente, war der Einladung der AGARP gefolgt.

In seiner Eröffnungsrede blickte Gülcehre auf die Beiratswahl des vergangenen Jahres zurück. Er betonte, dass die Zahl der Kommunen, die einen Beirat für Migration und Integration eingerichtet haben oder einrichten werden, kontinuierlich wächst. Besonders hervorzuheben sei, dass die Wahlbeteiligung im Vergleich zu 2019 weiter gestiegen sei, und zwar um beachtliche 20 Prozent.

„Diese Entwicklung ist ein klares Zeichen für das zunehmende Interesse und die Wichtigkeit, die die Themen Migration und Integration in unserer Gesellschaft genießen. Die Beiräte leisten einen wertvollen Beitrag zur aktiven Teilhabe und Integration von Migrant*innen“, so Gülcehre in seiner Rede.

„Unser Bundesland blickt auf eine lange Migrationsgeschichte zurück. Rheinland-Pfalz ist ein weltoffenes Land. Menschen aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt finden hier ihre Heimat und sind herzlich willkommen. Wir sind überzeugt, dass kulturelle Vielfalt unser Zusammenleben, unseren Alltag, unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft bereichert. Unser Land ist schon seit Langem ein Einwanderungsland und profitiert davon: wirtschaftlich, kulturell und sozial. Die Beiräte für Migration und Integration tragen seit über 30 Jahren zu Integration, gutem Zusammenleben und Teilhabe in unseren Kommunen bei. Sie sind wichtige Impulsgeber für die Integrationspolitik vor Ort“, betonte Ministerpräsident Alexander Schweitzer bei seinem Besuch des Neujahrsempfangs der AGARP. In Rheinland-Pfalz leben rund 600.000 Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft, und insgesamt 1,2 Millionen Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer haben einen Migrationshintergrund. Die meisten von ihnen sind hier längst heimisch geworden. Dazu trägt auch die erfolgreiche Arbeit der Beiräte bei.

„Es ist der Landesregierung ein Anliegen, dass sich Menschen mit Herkunft aus einem anderen Land, sei es in erster, zweiter oder dritter Generation, in Rheinland-Pfalz zu Hause fühlen. Einer fremdenfeindlichen Diskriminierung von Menschen mit Migrationshintergrund stellt sich die Landesregierung klar entgegen“, betonte der Ministerpräsident weiter.

Der Beauftragte der Landesregierung für Migration und Integration warnte mit Blick auf die aktuelle politische Debatte um Migration vor den fatalen Folgen: „Wir haben eine historische Verantwortung, Menschen die um Schutz ersuchen, nicht an den Grenzen abzuweisen. Wir dürfen auch nicht zulassen, dass der Eindruck entsteht, Migration bedrohe unsere Gesellschaft. Das verstört viele Menschen unter uns, die Migrationsgeschichte haben und es verkennt die Tatsache, dass Zuwanderung unsere Gesellschaft so viel Nutzen gebracht hat wir auch zukünftig auf Zuwanderung angewiesen sein werden“.

In Vertretung für den Mainzer Oberbürgermeister Nino Hase sprach der Leiter des Büros für Migration und Integration, Carlos Wittmer, zu den Anwesenden. Wittmer, 2014 selbst einmal verantwortlich für die Wahlkampagne zur Beiratswahl, richtete sich unter anderem an die neu gewählten Mandatsträger*innen: „Nutzen Sie Ihr Amt mit dem höchsten Anspruch an sich selbst und gepaart mit einem den Nächsten liebenden Ethos.“

Die extra aus Augsburg angereiste Vorsitzende des Bundeszuwanderungs- und Integrationsrates, Didem Karabulut, fand in ihrem Grußwort deutliche Worte für gewisse Aussagen, die dieser Tage auch von politischem Vertreter*innen der demokratischen Parteien zu hören war: „Es ist ein Irrglaube zu denken, weniger Unterstützung für Migration, gekoppelt mit rechtsextremer Rhetorik würde die Migration zurückdrängen.“

Der Soziologe Luis Caballero ging in seinem Gastvortrag auf das Thema „Politische Partizipation und Migration“ ein. Ein Problem sei, dass abgesehen von Beiratswahlen viele Einwohner*innen aufgrund der fehlenden deutschen oder EU-Staatsbürgerschaft in der Regel von politischen Wahlen ausgeschlossen seien. Dies sei für die Betroffenen oftmals ein Hemmnis, auch auf andere Weise politisch zu partizipieren wodurch Potenzial für unsere Demokratie verloren ginge.

Für ein abwechslungsreiches Programm sorgten einige musikalische Beiträge. Neben dem kurdisch-türkischen Musiker Kenan Tülek, der gleich zum Einstieg zwei Lieder auf der Langhalsgitarre darbot, waren sowohl ein ukrainischer als auch ein deutsch-russischer Chor an der künstlerischen Umrahmung der Veranstaltung beteiligt.

Impressionen

AGARP und BMI Kreis Kaiserslautern informieren über Beiratsarbeit

Am 10.November 2024 werden die kommunalen Beiräte für Migration und Integration (BMI) in Rheinland-Pfalz neu gewählt. Auch im Landkreis Kaiserslautern existiert seit beinahe 15 Jahren ein solches Gremium. Doch was genau macht ein Beirat für Migration und Integration eigentlich? Was sind seine Aufgaben und gesetzlichen Grundlagen? Antworten zu diesen Fragen gab es für Interessierte auf der Veranstaltung „Beiräte vor Ort“, welche am 18. November im Sitzungssaal der Kreisverwaltung stattfand.

Die als Grundlagenschulung konzipierte Veranstaltung fand auf Einladung des Integrationsbeauftragten und Beiratsvorsitzenden des Landkreises Kaiserslautern, Sofronios Spytalimakis, statt und wurde durch den Landesverband der Integrationsbeiräte (AGARP) organisiert. Gefolgt waren der Einladung neben Interessierten aus dem Landkreis auch weitere Akteur:innen aus der Pfalz. Dazu gehörten unter anderem der Integrationsbeauftragte der Stadt Kaiserslautern, Alexander Pongracz, die Geschäftsführerin des Beirates der Stadt Kaiserslautern, Clara Christmann, sowie der Vorsitzende des größten rheinland-pfälzischen Integrationsbeirates aus Ludwigshafen, Joanis Chorosis.

Kreisbeigeordneter Peter Schmidt verwies in seiner Eröffnungsrede auf die hohe Bedeutung eines Beirates für Migration und Integration, gerade in der heutigen Zeit, die durch kriegsbedingte Fluchtbewegungen geprägt sei.

AGARP-Referent Carlo Riva erläuterte in seinem Vortrag zunächst die gesetzlichen Grundlagen der BMI und ging anschließend auf die daraus resultierenden Aufgaben ein. Der Beirat für Migration und Integration vertrete alle Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und tritt kommunalpolitisch vor allem bei Angelegenheiten in Erscheinung, die die Themen Migration/ Integration tangieren. Klassische Beispiele seien hierfür die Mitwirkung bei der Erstellung von Integrationskonzepten oder der Einrichtung von Begräbnisstätten nach islamischem Ritus. Generell sei es Aufgabe des Beirates, kommunale Akteur:innen, wie die Kreisverwaltung, den Kreistag oder den Landrat in allen entsprechenden Fragen zu beraten.

Im Anschluss an das Seminar gab AGARP Geschäftsführer Johannes Knobloch noch einen Einblick in die Planungen für die bevorstehende Wahl 2024. Demnach sei vorgesehen, dass alle Kommunen, die einen BMI einrichten oder weiterführen wollen, mit einem Paket an Infomaterialien ausgestattet werden. Dazu gehören z.B. mehrsprachige Flyer, Plakate und verschiedene Give Aways. Dem vielfach geäußerten Wunsch nach regional anpassbarem Infomaterial möchte die AGARP ebenso nachkommen.

In seinem Schlusswort bedankte sich Knobloch beim Landkreis Kaiserslautern für die gute Unterstützung. Räumlichkeiten und Technik wurden durch die Kreisverwaltung gestellt und vorbereitet.

Weitere Informationen zur AGARP finden Sie im Internet: www.agarp.de

Integrationsbeiräte erinnern an 60. Jahrestag des Anwerbeabkommens – Theatergruppe Ulüm kommt in die Alzeyer Stadthalle

Das Anwerbeabkommen zwischen Deutschland und der Türkei jährt sich im Oktober dieses Jahres zum 60. Mal. Aus diesem Anlass und stellvertretend für alle in den 1950er und 1960er Jahren geschlossenen Anwerbeabkommen, lädt der Beirat für Migration und Integration Alzey-Worms zusammen mit seinem Landesverband (AGARP) am Sonntag, 31. Oktober, zu einer kleinen Feier in die Alzeyer Stadthalle ein (Schießgraben 5, 55232 Alzey). Eröffnet wird der Festakt um 15.00 Uhr mit Redebeiträgen von Vertreter*innen aus Landes- und Kommunalpolitik. Anschließend folgt ein künstlerischer Beitrag der Theatergruppe Ulüm, die das Stück „Oh Gott, die Türken integrieren sich“ aufführen wird. Die Veranstaltung soll auch für die Übergabe von Spendengeldern an die Opfer der Ahr-Flutkatastrophe genutzt werden. Hierfür hatten rheinland-pfälzische Integrationsbeiräte in den zurückliegenden Monaten Geld gesammelt, wobei ein Benefiz-Fußballspiel gegen die Polizei den Höhepunkt bildete. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, jedoch ist eine Anmeldung unter agarp@agarp.de erforderlich.
Weitere Informationen zur AGARP im Internet: www.agarp.de

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