Position der AGARP zur kommenden Bürgermeisterwahl 2026 in der Verbandsgemeinde Landstuhl.
Die Arbeitsgemeinschaft der Beiräte für Migration und Integration in Rheinland‑Pfalz (AGARP) nimmt die öffentliche Diskussion rund um die Bürgermeisterwahl in der Verbandsgemeinde Landstuhl sowie die Unterstützung durch die AfD mit deutlicher Aufmerksamkeit zur Kenntnis.
Die AGARP steht für Demokratie, Menschenwürde, Vielfalt und die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen. Diese Grundsätze sind nicht verhandelbar. Sie bilden die Basis der kommunalen Integrationsarbeit in Rheinland‑Pfalz und prägen das Selbstverständnis der Beiräte. Die öffentliche Unterstützung eines Kandidaten durch die AfD macht erneut sichtbar, wie wichtig eine klare und unmissverständliche Haltung gegen Rassismus, Diskriminierung und menschenfeindliche Ideologien ist. Die AGARP lehnt jede Form der Vereinnahmung ihrer Werte durch politische Kräfte ab, deren Positionen den Zielen der Beiräte wegemental entgegenstehen. Eine solche Unterstützung ist nicht nur politisch sensibel, sondern berührt unmittelbar die Glaubwürdigkeit demokratischer Integrationsarbeit.
In einer Vorstandssitzung bestand Gelegenheit zum Austausch über die aktuelle Debatte. Die AGARP stellt fest, dass in Situationen wie dieser eine eindeutige kommunikative Abgrenzung gegenüber rechtsextremen oder rassistischen Kräften notwendig ist, um Missverständnisse zu vermeiden und die gemeinsame Wertebasis sichtbar zu halten. Diese Position richtet sich nicht gegen einzelne Personen oder Kandidaturen. Sie richtet sich gegen Ideologien, die Menschen abwerten, demokratische Prinzipien untergraben und die Arbeit der Beiräte für Migration und Integration gefährden.
Die Integrationsarbeit in Rheinland‑Pfalz lebt von Klarheit, Transparenz und dem Vertrauen in gemeinsame demokratische Werte. Die AGARP erwartet von Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträgern im Land, dass sie sich eindeutig und öffentlich gegen Rassismus, Diskriminierung und rechtsextreme Ideologien positionieren. Für diese Haltung wird sich die AGARP weiterhin konsequent und mit Nachdruck einsetzen.

