Zuwanderungs- und Integrationsbericht 2026

Politische Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft der Beiräte für Migration und Integration Rheinland-Pfalz AGARP  zum Zuwanderungs- und Integrationsbericht 2026

Der Zuwanderungs- und Integrationsbericht 2026 wurde am 15. Mai 2026 veröffentlicht. Die Arbeitsgemeinschaft der Beiräte für Migration und Integration Rheinland-Pfalz AGARP begrüßt den Bericht ausdrücklich. Er zeigt deutlich, dass Rheinland-Pfalz ein Einwanderungsland ist und dass Zuwanderung ein zentraler Faktor für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes bleibt. Der Vorsitzender der AGARP betont, dass dieser Bericht die Bedeutung einer verantwortungsvollen und vorausschauenden Integrationspolitik klar sichtbar macht.

1. Zuwanderung sichert die Zukunftsfähigkeit unseres Landes  

Der Bericht macht deutlich, dass Zuwanderung wesentlich zur Stabilisierung des Arbeitsmarktes und zur Bewältigung des demografischen Wandels beiträgt. Menschen mit Migrationsgeschichte sind ein unverzichtbarer Teil unserer Gesellschaft. Integration muss als Chance verstanden werden und als gesamtgesellschaftliche Aufgabe die politisch unterstützt und strukturell verankert wird.

2. Kommunen tragen die Hauptverantwortung und benötigen verlässliche Unterstützung  

Die Aufnahme und Integration der Geflüchteten aus der Ukraine seit 2022 sowie der Geflüchteten seit 2015 waren und sind große Herausforderungen für die Kommunen. Der Bericht zeigt, dass diese Aufgaben nur mit starken lokalen Strukturen bewältigt werden können. Die AGARP fordert daher eine dauerhafte Stärkung der kommunalen Integrationsarbeit. Dazu gehören eine stabile Finanzierung der Integrationsbeiräte der Ausbau kommunaler Koordinierungsstellen sowie ausreichende Ressourcen für Sprachförderung Sozialarbeit und Ehrenamtsstrukturen.

3. Integration wirkt Erfolge sind sichtbar  

Die im Bericht dargestellten Fortschritte insbesondere die hohe Erwerbstätigkeit der Geflüchteten seit 2015 und die steigende Zahl von Einbürgerungen belegen den Erfolg der Integrationsmaßnahmen. Diese Entwicklungen widerlegen populistische Erzählungen und zeigen, dass Integration gelingt, wenn sie politisch gewollt und strukturell unterstützt wird.

4. Teilhabe und Antidiskriminierung müssen zentrale Leitlinien bleiben  

Der Bericht betont die Bedeutung von Bildung Arbeitsmarktintegration und Antidiskriminierung. Die AGARP sieht darin eine klare Bestätigung ihrer langjährigen Forderungen. Teilhabe bedeutet Zugang zu Bildung und Ausbildung faire Chancen auf dem Arbeitsmarkt Schutz vor Diskriminierung und politische Mitbestimmung auf kommunaler Ebene. Die Beiräte leisten hierzu einen unverzichtbaren Beitrag als demokratische Interessenvertretungen der Menschen mit Migrationsgeschichte.

5. Die Rolle der Beiräte muss weiter gestärkt werden  

Der Bericht zeigt, dass Integrationsarbeit vor Ort nur gelingt, wenn Menschen mit Migrationsgeschichte aktiv beteiligt werden. Die AGARP fordert daher eine verbindliche Einbindung der Beiräte in kommunale Entscheidungsprozesse eine klare gesetzliche Stärkung ihrer Rechte und eine professionelle Ausstattung der Beiräte damit sie ihre Aufgaben wirksam wahrnehmen können. Als Vorsitzender der AGARP halte ich fest dass Beiräte nur dann wirksam arbeiten können, wenn sie politisch ernst genommen und strukturell gut ausgestattet sind.

6. Schlussfolgerung  

Der Zuwanderungs- und Integrationsbericht 2026 bestätigt die zentrale Bedeutung der kommunalen Integrationsarbeit und der Beiräte in Rheinland-Pfalz. Die AGARP sieht sich in ihrem Engagement bestärkt und wird weiterhin konsequent für Chancengleichheit Teilhabe und eine offene solidarische Gesellschaft eintreten. Integration gelingt dort, wo Menschen mitgestalten dürfen, und die Beiräte sind dafür unverzichtbare demokratische Strukturen, die eine klare und verlässliche Unterstützung verdienen.

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