Ankündigung _ Podiumsdiskussion in Bad Kreuznach

Der Beirat für Migration und Integration des Landkreises Bad Kreuznach lädt alle Interessierten zu einer Podiumsdiskussion ein.    

Unter dem Titel „Landespolitik mit Wirkung vor Ort. Wege der Migration und Integration.“ soll ein gemeinsamer und offener Austausch über die zukünftige Ausrichtung der Migrations- und Integrationspolitik sowie den Bürgerinnen und Bürgern Einblicke in die persönlichen Haltungen und politischen Schwerpunkte der Kandidierenden ermöglicht werden. Ein hierbei wichtiger Fokus ist die Tatsache, dass Entscheidungen des Landtags direkte Auswirkungen auf das Leben im Landkreis Bad Kreuznach und damit auf das Bundesland Rheinland-Pfalz haben werden.

Es diskutieren die Kandidatinnen und Kandidaten der Wahlkreise 17 und 18.

Die Diskussion findet am Dienstag, den 24.02.2026 beginnend um 17:30Uhr in der Kreisverwaltung der Stadt Bad Kreuznach statt.

21. Februar _ Internationale Tag der Muttersprache 

der Arbeitsgemeinschaft der Beiräte für Migration und Integration in Rheinland-Pfalz

Mainz, den 21.02.2026

Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit

Die Bedeutung und Wirkung einer Muttersprache ist neben dem Fundament einer Identitäts- und Persönlichkeitsentwicklung, neben der Brückenfunkton eines kognitiven (Er)Lernens sowie neben einer Grundlage für den Erwerb weiterer Sprachen vor allem ein wichtiger Grundbaustein für den Erhalt unserer gemeinsamen und kulturellen Vielfalt.

Weltweit konnten 423 verschiedene Sprachfamilien und 7.170 lebende Sprachen registriert werden.

Der vom Bundesland Rheinland-Pfalz geförderte und unter Leitung der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) begleitete Herkunftssprachenunterricht (HSU) ist in seiner zentralen Bedeutung einer individuellen Entwicklung von Schülerinnen und Schülern mit Migrations- und Fluchtgeschichte sowie im Fokus einer gesellschaftlichen Vielfalt und Zugehörigkeit essentiell für den eigenen Bildungserfolg eines jeden Menschen, für die eigene Identitätsbildung sowie für die kulturelle Kompetenz eines jeden Kindes.

Aus diesem Grunde begrüßt und unterstützt die Arbeitsgemeinschaft der Beiräte für Migration und Integration das Landesprogramm Herkunftssprachenunterricht (HSU) und ruft alle Eltern dazu auf, ihre Kinder bis spätestens zum 17.04.2026 über das eigene Schulsekretariat ihres Kindes anzumelden. Alle Schülerinnen und Schüler ab der 1. Klasse bis zur 10.Klassen haben das Recht und die Möglichkeit, an diesem Unterricht zur Förderung der eigenen Herkunftssprache und Muttersprache teilzunehmen.

„Wenn du mit einem Menschen in einer Sprache sprichst, die er versteht, geht das in seinen Kopf. Wenn du mit ihm in seiner Muttersprache sprichst, geht das in sein Herz.“  (Nelson Mandela)

Deine Erfahrung zählt _ Umfrage zu Diskriminierung in Deutschland

Ziel der Erhebung ist es, sichtbar zu machen, wie häufig Diskriminierung in verschiedenen Lebensbereichen auftritt und welche Gruppen besonders betroffen sind. Die Ergebnisse sollen künftig als Grundlage für politische Maßnahmen und Empfehlungen dienen.

Alle Menschen ab 14 Jahren sind zur Teilnahme eingeladen – unabhängig davon, ob sie selbst Diskriminierung erlebt oder beobachtet haben. Die Teilnahme erfolgt vollständig anonym.

Die Umfrage ist online unter www.diskriminierung-umfrage.de erreichbar und zusätzlich auch in Papierform erhältlich.

Das Ausfüllen der Umfrage kann Erinnerungen an belastende Situationen hervorrufen und möglicherweise retraumatisierend wirken. Wir bitten alle Teilnehmenden, gut auf sich zu achten und nur so weit zu gehen, wie es sich sicher anfühlt. Bei Bedarf stehen wir jederzeit für unterstützende Gespräche oder zur Weitervermittlung an passende Beratungsangebote zur Verfügung.

Das Ausfüllen des online-Fragebogens dauert ca. 30 Minuten. Die Umfrage ist in Arabisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Polnisch, Russisch, Spanisch, Türkisch, Ukrainisch sowie in Deutscher Gebärdensprache und in einfacher deutscher Sprache verfügbar.

Wir hoffen dabei auf rege Beteiligung auch aus Rheinland-Pfalz, da dies die Bedarfe für Beratung und Unterstützung auch in unserem Bundesland deutlich machen wird.

Vielen Dank !

Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Glinkastraße 24, 10117 Berlin

Einladung _ Podiumsdiskussion zur Landtagswahl 2026 

Der Beirat für Migration und Integration der Landeshauptstadt Mainz lädt im Fokus der Landtagswahlen 2026 zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion mit Kandidatinnen und Kandidaten der Parteien ein.

Unter dem Titel „STADTBILDER. Wie vielfältig wird die nächste Landesregierung?“ und moderiert von Herrn Abdul-Ahmad Rashid (ZDF) werden

Frau Katharina Binz (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN),

Herr Alper Kömür (SPD)

Herr Martin Malcherek (DIE LINKE)

Frau Isabell Rahms (CDU) sowie

Herr Torsten Jäger (Initiativausschuss für Migrationspolitik in RLP)

über die zentralen Themen des Bundeslandes Rheinland-Pfalz, über die politischen Ziele und Ansätze, die Hürden und Herausforderungen innerhalb ihrer politischen Arbeiten transparent diskutieren.

Die Diskussion findet am Donnerstag, den 26. Februar 2026, beginnend um 17:30 Uhr in THE PIER, Am Brand 41, 55116 Mainz statt.

Mit dieser Veranstaltung möchte der Beirat einen transparenten und zielführenden Austausch über eine mögliche zukünftige Ausrichtung der Migrations- und Integrationspolitik ermöglichen, den Wählerinnen und Wählern eine direkte Vergleichsmöglichkeit der politischen Positionen und der Personen hinter den Parteiprogrammen übermitteln sowie den Teilnehmenden die Gelegenheit für Fragen und Anregungen geben.

Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung stehen Themen, welche das Bundesland Rheinland-Pfalz in den kommenden Jahren maßgeblich prägen werden.

Stellungnahme der AGARP zum Tod von Rita Süssmuth

Die Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte und Integrationsbeiräte in Rheinland‑Pfalz (AGARP) nimmt mit großer Trauer den Tod von Rita Süssmuth zur Kenntnis. Die ehemalige Bundestagspräsidentin und Bundesministerin ist im Alter von 88 Jahren verstorben. Mit ihr verliert Deutschland eine der konsequentesten politischen Stimmen für Menschenwürde, Gleichberechtigung und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Eine verlässliche Partnerin der Einwanderungsgesellschaft

Für die Integrationsbeiräte und für viele Menschen mit Migrationsgeschichte war Rita Süssmuth weit mehr als eine profilierte Politikerin. Sie war eine verlässliche Verbündete, die früh und klar benannte, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist – und dass Integration nur gelingt, wenn sie auf Augenhöhe, mit Respekt und mit einer klaren Haltung gegen Ausgrenzung gestaltet wird.

♦ Sie setzte sich über Jahrzehnte hinweg für eine menschenwürdige Integrationspolitik ein.

♦ Sie bekämpfte die Stigmatisierung vulnerabler Gruppen, etwa in der HIV/AIDS‑Debatte, und prägte den Grundsatz: „Die Krankheit bekämpfen, nicht die Kranken.“  

♦ Sie trat offen gegen Diskriminierung auf und verstand gesellschaftliche Vielfalt als demokratische Stärke.

Ihr Wirken bleibt für die Integrationsbeiräte in Rheinland‑Pfalz ein wichtiger Orientierungspunkt für eine offene, solidarische und demokratische Gesellschaft.

Eine Pionierin der Frauenrechte

Rita Süssmuth war eine der prägendsten frauenpolitischen Stimmen der Bundesrepublik. Als Bundesministerin und später als Bundestagspräsidentin setzte sie Maßstäbe für Gleichstellung und gesellschaftliche Teilhabe.

♦ Sie kämpfte für reproduktive Selbstbestimmung und gegen patriarchale Strukturen.  

♦ Sie warnte früh vor Rückschritten in der Gleichstellung, etwa in Krisenzeiten wie der Corona‑Pandemie.  

♦ Bis ins hohe Alter forderte sie mehr Repräsentanz von Frauen in politischen Entscheidungsräumen.

Für Frauen mit und ohne Migrationsgeschichte war sie ein Vorbild an Mut, Klarheit und Beharrlichkeit.

Ein Vermächtnis, das verpflichtet

Rita Süssmuth hinterlässt ein politisches und moralisches Vermächtnis, das aktueller ist denn je:

♦ Integration braucht Respekt, Teilhabe und gleiche Rechte.  

♦ Frauenrechte sind unveräußerliche Menschenrechte.  

♦ Demokratie lebt von mutigen Stimmen, die sich nicht beugen.

Die AGARP verneigt sich vor einer Politikerin, die nie wegsah, die Konflikte nicht scheute und die sich stets für jene einsetzte, deren Stimmen zu leise waren.

Ihr Engagement bleibt Verpflichtung; für Politik, Zivilgesellschaft und für alle, die an eine offene, gerechte und solidarische Gesellschaft glauben.

Rheinland-Pfalz
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